Liane Muschler beim Stilfserjoch Marathon am Start

In den Bergen Südtirols feierte ein neues Laufevent seine Prämiere. 750 Läuferinnen und Läufer waren bei der Erstausgabe des Stilfserjoch  Marathon am Start, darunter auch auf der 26 km Strecke unsere Liane Muschler.  2.250 Höhenmeter galt es auf dieser Strecke zu überwinden. Im Zentrum vom 915 Meter hoch gelegenen Städtchen Prad fiel 8:30 Uhr der erste Startschuss für die Marathonläufer, 10 Minuten danach wurden die Läuferinnen und Läufer der 26 Kilometer Strecke ins Rennen geschickt. Schon nach den ersten 500 Metern ging es steil bergan zu dem auf 1.368 Metern hoch gelegenen Patzleidhof. Von dort ging es weiter über Wald und Wiesenwege zum urigen Bergdorf Stilfs, wo der erste  Kontrollpunkt für ein vorgeschriebenes Zeitlimit  lag.  Liane war dort  gut dabei und nach den steilen Gassen von Stilfs, in denen auch viele Zuschauer mit riesigen Kuhglocken die Athleten anfeuerten, ging es weiter bergauf zum Patzhof unweit des malerisch gelegenen Kirchleins Sankt Martin. Bereits hier öffnete sich den Läufern ein erster freier Blick auf den mächtigen Ortler mit seinen Begleitern und die Strecke wurde immer schwieriger. Auf den schmalen  Pfaden musste man höllisch aufpassen.  Nach den  Wandersteigen ging die Strecke  auch über ausgedehnte Geröllfelder.  Danach ging es über einen langgezogene Bergrücken zur Prader Alm auf 2.051 Meter Höhe und zur Bergstation der Trafoier Sesselbahn der Furkelhütte auf 2150 Meter Höhe. Auch hier blieb Liane  im vorgeschriebenen Zeitlimit.  Weiter nach einem längeren hochalpinen Gebirgssteig führte die Strecke dann 300 Meter  steil bergab vorbei an der oberen Tarscher Alm  zur Kehre 25 der legendären Stilfserjoch Teerstraße. Diese alpine Passstraße mit ihren berühmten Kehren gehörte an diesem Tag nur den Läuferinnen und Läufern und war für  Autos und Motoräder komplett gesperrt. Ab hier war nun der Blick zum Ziel frei und die Läufer begannen sich die übrigen 24 Kehren hochzuschrauben. Vorbei ging es am letzten Kontrollpunkt des auf 2.190 Meter hoch gelegenen Berggasthof Franzenhöhe, den Liane auch im vorgeschriebenen Zeitlimit passieren konnte.  Nun waren es eigentlich nur noch 7 Kilometer aber die letzten Reserven waren fast schon aufgebraucht. Jetzt galt es in den Körper reinzuhorchen was noch geht; die Bewältigung dieser letzten Herausforderung  war eine Kopfsache. Dann die letzte Kehre und unter dem Jubel vieler Zuschauer und dem Getöse überdimensionalen Kuhglocken hatte es Liane nach 5:05 Stunden als dreißigste Frau insgesamt und als Siegerin der AK W65 ins Ziel geschafft. (lm)